Kostenloser Nahverkehr – ÖPNV Vergesellschaften und Mobilität von unten gestalten!

Zum einen werden hier die Beschäftigten mit ihren berechtigten Forderungen nach besserer Entlohnung zum Sündenbock erklärt, zum anderen trifft diese Erhöhung ein weiteres mal – wie in unserem System üblich – die besonders hart, die sowieso von diesem benachteiligt werden. Statt die notwendige sozial- und klimagerechte Verkehrswende voranzutreiben, wird ein weiteres mal dem Dogma der Profitgenerierung Folge geleistet. Wie auch bei der Automobilindustrie gilt es die öffentlichen Verkehrsbetriebe der Profitlogik zu entziehen und sie in die Hände der lohnabhängigen Klasse zu geben!

Am 31.7. beteiligten wir uns an der Fahrraddemo des Klimakollektivs Karlsruhe, um gegen die Ticketpreiserhöhung des Karlsruher Verkehrsverbunds zu protestieren. Ab dem 1.8. gilt im KVV eine Preiserhöhung um rund 4%. Begründet wird dies teilweise durch die erfolgreichen Tarifverhandlungen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

Schon während der Auftaktkundgebung machten die Rednerinnen von Klimakollektiv und „Perspektive aus der Krise“ deutlich, dass eine soziale und klimagerechte Welt nur jenseits des Kapitalismus zu erreichen ist. Währenddessen wurden bereits Flyer zu Smash IAA und der Info-Theke am gleichen Abend verteilt und interessante Gespräche mit Teilnehmerinnen und Passant*innen geführt.

Auf den Straßen der Karlsruher Innenstadt ergänzten wir den Ausdruck mit unseren Positionen zur IAA. Mit wehenden Fahnen, Plakaten und Parolen wie „Klimaschützen ist nicht schwer – kostenloser Nahverkehr“ und „Ob hier ob da – Smash IAA“ machte der Demozug auf die Notwendigkeit einer radikalen Mobilitätswende aufmerksam. Ein Bannerdrop mit rauchender Untermalung und dem Schriftzug „Verkehrswende jetzt – Autokonzerne enteignen“, sowie einer Banderole, am Rand der Route die zur Entmachtung und Enteignung der Autokonzerne aufrief, wurden Akzente für einen kämpferischen September in München gesetzt.

Auf der anschließenden Abschlusskundgebung hoben wir in unserem Redebeitrag hervor, was hinter der angeblichen „grünen“ Mobilitätsmesse IAA steckt. Natürlich nichts weiter als ein gigantisches Greenwashing Produkt der Autoindustrie, um weiter Profit für Führungsetage und Anleger:innen zu schaffen. Wollen wir eine klimagerechte Mobilität, dürfen wir uns daher nicht auf Chefs, Lobbyist:innen und Politiker:innen verlassen. Wir als Klimaaktivist:innen müssen stattdessen mit den Beschäftigten in der Automobilindustrie in den Dialog zu treten, gemeinsame Kämpfe anzustoßen und als geeinte Klasse der Lohnabhängigen für eine demokratische Kontrolle über den Verkehr der Zukunft und darüber hinaus kämpfen.

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