Besuch bei Grünen Wahlparty

Im folgenden spiegeln wir einen Bericht von Aktivist:innen, die die Wahlparty der Grünen besucht haben und darauf aufmerksam gemacht haben, dass die Grünen „weiterhin ihrem Kurs als Kriegstreiber, Klimakiller und Feind der Lohnabhängigen treu bleiben.“

Die Grünen haben in dieser Bundestagswahl deutlich an Stimmen gewonnen, wenn auch nicht so viel wie noch vor einigen Wochen zu erwarten gewesen wäre. Es lässt sich dennoch davon ausgehen, dass sie Teil der neuen Regierungskoalition sein werden. Geschafft haben sie das, in dem sie sich als Partei verkaufen, die den Klimawandel ernst nimmt, sich jung, modern, sozial und friedlich gibt. Dabei sind sie schon lange nicht mehr als eine Öko-CDU.

Für das deutsche Kapital sind die Grünen inzwischen eine ernstzunehmende Kraft. In den vergangen Jahren erhielt die Partei Großspenden um die 200.000 Euro vom Arbeitgeberverband Südwestmetall. Mitglieder von Südwestmetall sind unter anderem der Automobilkonzern Daimler. Diese Freundschaft findet sich auch in der Klimapolitik der Grünen wieder. Statt wirkliche Veränderungen in Sachen Klimagerechtigkeit zu fordern, bauen die Grünen unter anderem auf E-Mobilität. Das Stärkt auch die Automobilkonzerne bei denen die Profite weiter sprudeln, in dem sie an der Ausplünderung von Rohstoffen und der Ausbeutung von Arbeiter:innen festhalten. Und wer sich kein neues E-Auto leisten kann, ist dann mal eben verantwortlich dafür, dass der Klimaschutz so schleppend voran geht. Eine fortschrittliche Klimabewegung lässt die Grünen dann gerne mal schnell abholzen, wie sich im Dannenröderforst gezeigt hat.

Weitere Mitglieder des Kapitalistenverbandes Südwestmetall sind Firmen wie Heckler und Koch, Diehl Defence oder MTU, die mit Rüstung ihr Geld verdienen. Wer davon ausgeht, die sich friedlich gebende Ökopartei hätte damit ein Problem, hat weit gefehlt. Schon lange haben sie sich von ihrem Image der Friedenspartei entfernt. Den ersten militärischen Tabu-Bruch passierten sie schon 1999 mit der deutschen Beteiligung am NATO-Angriff gegen das damalige Jugoslawien. 2001 ging es mit der Unterstützung des Afghanistanskriegs munter weiter. Kaum eine andere Partei hat so konkrete Vorschläge wie die Verteidigungspolitik eines imperialistischen Deutschlands an der Spitze der EU aussehen kann. Das freut besonders die deutsche Waffenindustrie und mit ihr Firmen wie Rheinmetall und Heckler und Koch.

Mit unserer Aktion wollen wir auch auf den Anfang Oktober anstehenden Blockadetag bei Heckler & Koch in Oberndorf aufmerksam machen. (…)„.

Bilder und der weitere Bericht findet ihr unter diesem Link: https://de.indymedia.org/node/153840

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