Antikapitalistische Beteiligung am Global Climate Strike 22.10.

Im Zuge der bundesweiten Klimastreiks von Fridays for Future beteiligten wir uns an den heutigen Protesten in Karlsruhe. Die Reden, die vor Beginn der Demonstration von verschiedenen Akteur:innen gehalten wurden, positionierten sich alle kritisch gegenüber einer Gutgläubigkeit in die neu gewählte Regierung und gegen ein blindes Vertrauen in Konzerne. Stattdessen waren sich alle einig – Wir müssen gemeinsam Druck von der Straße aufbauen und ins aktive Handeln kommen! Mit unserer Rede konnten wir diese Punkte noch einmal inhaltlich vertiefen.

Laut und entschlossen zogen wir bei bestem Wetter mit 500 Menschen anschließend durch die Innenstadt. Wie schon im vergangenen Monat ergänzten wir die Demonstration mit einem antikapitalistischen und klassenkämpferischen Ausdruck. Dabei hoben wir immer wieder mit Sprechchören hervor, dass die Bewältigung der Klimakrise nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden darf und wirklicher Klimaschutz nur gemeinsam von unten erzwungen werden kann, indem die Konzerne enteignet und jegliche Strukturen, die den Umwelt zerstörenden Kapitalismus stützen entmachtet werden. Unsere klare Positionierung brachte uns dabei viel positiven Zuspruch von Teilnehmer:innen.

Klimaschutz heißt Klassenkampf – Macht den scheiß Konzernen Dampf!

Aber unabhängig davon, was wir gewählt haben und was das Ergebnis der aktuellen Koalitionsverhandlungen sein wird – werden wir auf KEINE klimagerechte Gesellschaft zusteuern. Denn sollte die sogenannte „Ampel“ zustande kommen, würden Parteien regieren, deren Politiker:innen in der Vergangenheit Fridays for future mehrfach verunglimpft und de-legimitiert haben, die Rodung des Dannenröder Forstes mitverantwortet haben und Kohlekonzerne lieber mit Milliardenbeträgen entschädigen wollen als wirklichen Klimaschutz voranzutreiben. Und dieser unzureichende Klimaschutz ist keine Folge von Inkompetenz, sondern eine bewusste Entscheidung. Die Politik wird weiterhin darauf ausgelegt sein, Konzerne und Bonzen anstatt des Klimas zu schützen. […]

Unsere Wahl zur Klimagerechtigkeit führt nur über eine Kampfansage – gegen Konzerne und gegen die Politiker:innen, die mit aller Kraft versuchen deren Macht zu sichern! Wir müssen unsere Zukunft also selbst in die Hand nehmen! Im September haben wir bereits gegen die Internationale Automobilausstellung protestiert und bald müssen wir wieder gegen Braunkohle aktiv werden! Am Samstag, den 30.10. veranstalten wir eine Soli-Aktion für Lützerath. Wer Lust hat diese vorzubereiten, kann am Dienstag, den 26.10. um 19 Uhr ins Barrio137 in der Südstadt kommen. Und wer heute mit uns laut sein möchte, kommt zum roten Hochtransparent! Lasst uns gemeinsam kämpfen gegen den Kapitalismus, gegen die Zerstörung unserer Umwelt und Lebensgrundlagen und für die Enteignung von Banken und Konzernen.

Brecht die Macht der Banken und Konzerne

Für die Menschen und die Erde

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