Offenes Treffen 26.07.

Am Dienstag, den 28.06. um 19 Uhr, findet unser nächstes offenes Treffen statt – wie üblich im Barrio137 in der Luisenstraße 31.

Es gibt zahlreiche Themen in Karlsruhe und darüber hinaus zu besprechen und vorzubereiten.
Neben Nachbereitungen ist das beispielsweise die „ausgestrahlt“ Radtour.

Kommt vorbei und bringt euch sehr gerne ein.

Bericht: 15.07. Streikdemo FFF Landau

Am 15.07. veranstalteten Fridays for Future in Landau einen Klimastreik anlässlich der anstehenden OB-Wahlen. Ca. 100 Leute folgten dem Aufruf zum „Midsummer“-Streik, darunter auch einige vom Antikapitalistischen Klimatreffen aus Karlsruhe.

Nach einer kurzen Auftaktkundgebung zog die Demo laut mit Parolen und Musik durch die Stadt bis zum Goethepark. Auf der Strecke lag eine Filiale der Deutschen Bank. Mit einem Banner und einer Durchsage machten wir auf die absurden Summen aufmerksam, die die Deutsche Bank in fossile Industrien investiert. Allein 2020 waren es 9 Milliarden Euro, mit denen die Klimakrise weiter angeheizt wurde. Im Goethepark angelangt gab es verschiedene Programmpunkte. In einer Rede von uns gingen wir auf die Rolle von Staat und Kapital bezüglich der Klimakrise ein und motivierten die Teilnehmer:innen weiterhin aktiv zu sein und sich zu organisieren. Die Rede haben wir am Ende des Berichts dokumentiert.

Mit einem „Kohlekraftwerke abwerfen“-Spiel, einem Poetry Slam zum Thema Klimaaktivismus, Livemusik und leckerem Kuchen fand die Demo einen runden Abschluss.

Rede

Liebe Klimabewegte,

wir vom Antikapitalistischen Klimatreffen in Karlsruhe freuen uns heute gemeinsam mit euch für Klimaschutz auf die Straße zu gehen.
der G7 Gipfel Ende Juni hat gezeigt wo die Prioritäten der Ampel-Regierung samt „Klimakanzler“ Scholz liegen. Definitiv nicht bei der Bevölkerung und einem intakten Planeten!
Der Klimakanzler ist eine komplette Nullnummer, die FDP treibt den motorisierten Individualverkehr voran und die Grünen um Robert Habeck sind zur Gaslobby verkommen und setzen sich für längere Laufzeiten der Kohlekraftwerke ein. Gleichzeitig trägt die Ampel die Energiesektoren der Wind- und Solarenergie zu Grabe. Statt effektive Klimaschutzmaßnahmen zu beschließen wurden neue Investitionen in Öl, Gas und Kohle geplant.

Die schmutzige Erschließung geschieht natürlich meistens nicht vor unserer Haustür, wo es stören könnte, sondern in den Regionen die schon jetzt am meisten unter der Klimakrise leiden. Damit das deutsche Kapital genug Energie für sein auf Wachstum und Ausbeutung basiertes Wirtschaftssystem hat, werden in fernen Ländern neue Förderungsanlagen und Minen gebaut. Die örtliche Bevölkerung, meist im globalen Süden, hat davon außer Vertreibung und zerstörter Umwelt nichts. Die konkrete Zerstörung kommt noch nicht unmittelbar bei uns an. Was aber sehr wohl ankommt, sind die Profite, und zwar bei den deutschen Kapitalist*innen, welche sie auf Kosten des Klimas erwirtschaften.

Das ist nicht die einzige Glanzleistung der G7 dieses Jahr, wir bekommen auch einen tollen neuen Klimaklub. Wofür brauchen wir den X-tausendsten Club, von dem wieder nur leere Worte ausgehen? Wir brauchen endlich effektiven Klimaschutz und nicht noch mehr Geschwafel!
Zerstörung und Vertreibung finden jedoch nicht nur in den genannten Ländern statt. Auch hier in Deutschland werden für Profite Menschen vertrieben und die Umwelt zerstört. Das passierte im Dannenröder Forst, unter Regierungsbeteiligung der Grünen, und passiert gerade in Lützerath, einem Dorf im Rheinland, wo der letzte Bewohner gezwungen war sein Grundstück zu verkaufen, weil er sonst enteignet worden wäre. Nur um die dreckige Braunkohle unter dem Dorf fördern zu können.
Aber Moment mal, Enteignung? Reagiert die deutsche Politiklandschaft bei diesem Wort nicht eigentlich sehr allergisch? Nicht ganz, Enteignung von oben, getarnt als „im Sinne des Allgemeinwohls“, hat in der BRD für Infrastruktur und fossile Energien schon lange Tradition. Das es natürlich nicht um das „Allgemeinwohl“ sondern um Profite für Konzerne geht sehen wir in diesem Fall sehr klar.
Weder ist es energiewirtschaftlich notwendig die Kohle unter Lützerath zu verbrennen, noch darf das überhaupt passieren wenn wir das 1,5 Grad Ziel einhalten wollen.
Enteignung ist für den deutschen Staat also kein Problem, solange es den Profiten der Konzerne dient.
Vor der drohenden Enteignung des letzten Landwirts Eckardt Heukamp, schoben sich Regierung und Gerichte gegenseitig die Verantwortung zu. Im Koalitionsvertrag stand noch „Über Lützerath werden die Gerichte entscheiden“. Nur damit das Oberverwaltungsgericht von Nordrhein-Westfalen kurz darauf feststellt: „Nein, das ist Sache der Regierung und des Parlaments“. „Komischerweise“ will auch die neue schwarz grüne Regierung NRWs Lützerath nicht erhalten.
Das zeigt einmal mehr sehr deutlich, dass wir uns auf die Regierung nicht verlassen können – Denn im Kapitalismus stehen stets die Interessen der Konzerne im Vordergrund.
Innerhalb dieses Systems Kapitalismus ist auch gar kein effektiver Klimaschutz möglich, selbst wenn Konzerne und Politiker*innen das wollten.

Unser kapitalistisches Wirtschaftssystem basiert auf stetigem grenzenlosen Wachstum und kann ohne dieses nicht funktionieren. Endloses Wachstum kann es auf einem endlichen Planeten aber natürlich nicht geben, eigentlich sollte das allen klar sein. Niemals werden die Kapitalist*innen jedoch freiwillig auf Wachstum zugunsten des Klimas oder zugunste von besseren Arbeitsbedingungen verzichten. Zu verlockend ist die Aussicht auf kurzfristige Profite für einige Wenige. Firmen und Kapitalist:innen die nicht jede Gelegenheit zur weiteren Umweltzerstörung im Namen des Profits wahrnehmen, würden von Konkurrent:innen die genau das tun verdrängt oder übernommen werden.

Bei allen genannten Punkten ist es einfach zu verzweifeln. Wir dürfen jedoch im Angesicht von Krieg und Klimakatastrophe nicht hoffnungslos werden sondern müssen uns klar machen: Auf Konzerne oder unsere Regierungen können wir uns nicht verlassen. Klimaschutz und das gute Leben für alle sind Handarbeit und müssen von unten erkämpft werden. Ein erster Schritt dafür können Demos wie heute oder die RWE und Co. enteignen Demo in Köln am 27.08. sein.
Dabei können wir es allerdings nicht belassen. Statt ewige kräftezehrende Kämpfe um Minimalkompromisse mit der Politik zu führen, müssen wir uns organisieren und Gegenmacht aufbauen um diesem Scheißsystem echte Alternativen entgegen zu setzen.
Diese Gegenmacht erreichen wir nur mit den Beschäftigten, zum Beispiel in der Kohle- und Autoindustrie. Denn Beschäftigte stehen nicht jeden Tag auf um die Welt noch ein bisschen schlechter zu machen, sondern um sich Essen und Miete leisten zu können – egal in welcher Branche. Sie sitzen an den Hebeln, die die Produktion zum Stillstand bringen können.
Zu lange wurden unser Kämpfe getrennt geführt, zu lange wurden Beschäftigte und Klimabewegung gegeneinander ausgespielt und ein Keil zwischen uns getrieben. Schlussendlich ist dies nichts weiter als ein Manöver der Herrschenden um uns weiter gespalten und schwach zu halten.
Die Fronten verlaufen nicht zwischen Beschäftigten und Klimabewegung sondern, zwischen denen die Betriebe und Maschinen besitzen also den Kapitalist:innen und uns, die wir nichts zu verkaufen haben als unsere Arbeitskraft, also den Lohnabhängigen.
Die Widersprüche zwischen Klimabewegung und Beschäftigten existieren zum Großteil nur innerhalb der bestehenden Verhältnisse. Ein Gemeinsamer Kampf von Beschäftigten und Klimabewegung wird Schlagkraft entwickeln, ob auf der Straße, in der Schule oder im Betrieb!
Also lasst uns uns zusammen schließen, für den Erhalt unserer Lebensgrundlage und für ein gutes Leben für alle!

Streik in der Schule, Uni und Betrieb. Das ist unsere Antwort auf eure Politik!

15.07. Streikdemo FFF Landau

Am Freitag den 15.07. veranstaltet Fridays for Future Landau eine „Midsommer“ Steikdemo.
Hintergrund der Demo ist die kommunalpolitische Verantwortung für Klimagerechtigkeit im Bezug auf die dortige OB-Wahl.
Nach der Demo mit Abschlusskundgebung wird es im Goethepark Kuchen, Getränke, Musik und verschiedenen Programmpunkte geben.
Diese Veranstaltung wollen wir aus Karlsruhe unterstützen und einen antikapitalistischen Ausdruck auf die Demo bringen.

Beginn der Demo in Landau ist um 13:30. Der Treffpunkt für die Zuganreise aus Karlsruhe ist um 11:45 am Hauptbahnhof Südausgang (die Seite mit den Bussen).

Bis Freitag, wir freuen uns!

Klimakneipe mit Film(en): „Still Burning“

Am Samstag den 09.07. findet die nächste Klimakneipe statt. Dieses mal schauen wir die Web-Serie „Still Burning“ über den weltweiten Widerstand gegen den Abbau und die Verstromung von Steinkohle.

Drei Filme über drei entfernte, jedoch verbundene Orte bilden zusammen ein Mosaik der globalen Steinkohle-Lieferketten und des Widerstands dagegen. Sie sind das Ergebnis von alten und neu gewobenen Verbindungen zwischen Menschen in Deutschland, Russland und Kolumbien.

Die Kneipe ist ab 18 Uhr geöffnet, ab 19 Uhr werden wir den Film schauen.
Dazu gibt’s wieder Popcorn und kühle Drinks!
Natürlich gibt es anschließend wie üblich die Möglichkeit zur Diskussion und zum lockeren Austausch bei leckerem Essen und Getränken.

Offenes Treffen Di, 28.06.


Am Dienstag, den 28.06. um 19 Uhr, findet unser nächstes offenes Treffen statt – wie üblich im Barrio137 in der Luisenstraße 31.
Wir haben dabei die Möglichkeit zur Diskussion, zum Austausch sowie zur Planung und Vorbereitung von kommenden Aktionen.

Einerseits wird es dieses mal Nachbesprechungen zum Aktionstag vom 11.06. und die Proteste gegen den G7 Gipfel am Wochenende geben.
Darüber hinaus gibt es einige Aktionen vorzubereiten.
Neben der nächsten Klimakneipe (am 09.07.) wird unter anderem die Großdemo und Kampagne „RWE & Co enteignen“ in Köln ein Thema sein (https://rwe-enteignen.de/).

Kommt vorbei und bringt euch sehr gerne bei diesen und weiteren Themen ein! Wir freuen uns auf euch.


Satirischer Stadtspaziergang: Probeölbohrungen in Karlsruhe

Im Rahmen des Aktionswochenendes „Energieversorgung in unsere Hände – Imperialismus abschaffen“, sind wir durch die Karlsruher Innenstadt gezogen um auf die Ölraffinerie an unserem Stadtrand aufmerksam zu machen.

Die MiRO Mineraloelraffinerie Oberrhein GmbH & Co. KG ist die zweitgrößte Erdölraffinerie in Deutschland. Die Rohölverarbeitungskapazität von 14,9 Mio Tonnen im Jahr macht den Standort zur zweitgrößten Erdölraffinerie hier zu Lande und das dazugehörige Tanklager zählt mit 730.000 m³ für Rohöl und 3,9 Mio m³ für die Fertigprodukte als das Größte. Um die Mengenverhältnisse besser einschätzen zu können: ca. jeder dritte Liter Benzin aus Deutschland stammt aus Karlsruhe.

Die Gesellschafter sind Shell, Deutschland Oil GmbH (32,25 %), Esso Deutschland GmbH (25 %), Rosneft Deutschland GmbH (24 %) und Phillips 66 Continental Holding GmbH (18,75 %). Das bedeutet diese Konzerne und deren Firmeneigentümer:innen bestimmen mit ihren Anteilen über das Geschehen in der MiRO.

Bei der Förderung von Rohöl werden Wälder gerodet und somit das Ökosystem in Ungleichgewicht gebracht, sowie das Leben zahlreicher bereits bedrohter Tier- und Pflanzenarten gefährdet und indigene Stämme unter Druck gesetzt ihren Lebensraum zu verlassen. Pro Jahr gelangen im Durchschnitt 100.000 Tonnen Öl ins Meer. Die Ursache davon sind verseuchte Flüsse, die ins Meer gelangen, Unfälle oder Lecks von Öltankern auf See oder durch defekte Bohrplattformen. Und damit haben wir uns bisher nur die Förderung oder Transportwege angeschaut und noch nicht die eigentliche Verbrennung oder die endgültigen Produkte.

Um Aufmerksamkeit auf diese imperialistische Ausbeutung zu lenken, haben wir uns eine satirische Aktion überlegt. So zogen wir als Vertreter:innen von Konzernen verkleidet durch die Karlsruher Innenstadt und sperrten an verschiedenen Orten Gebiete ab um „Probebohrungen“ durchzuführen. Nachdem die Absperrung vollendet, Schilder angebracht und der Bohrturm aufgestellt waren, sprach einer der Kapitalisten, ein Anteilseigner der MIRO und verkündete, dass hier bald ein paar „majestätische Ölturme“ stehen würden, die „wunderschöne Profite“ für ihn erzeugen können. Auch auf die Umweltverschmutzung wies unser Vertreter des fossilen Kapitals hin, und dass Schadensersatzansprüche aufgrund von Vertreibung und Enteignung ihm nichts anhaben werden. Danach wurde dem Kapitalisten das Megafon entrissen und auf die Zerstörung und das Elend hingewiesen, die durch Ölförderung entstehen und dass der Kapitalismus und dessen Wachstumstrieb die Katastrophe immer weiter anheizen werden. Zum Abschluss hinterließen wir noch eine Öllache am Turm um eine der Ölkatastrophen darzustellen.

Wir müssen unsere Energieversorgung unabhängig von fossilen Brennstoffen gestalten. Dafür müssen wir die Machenschaften der Konzerne aufdecken, diese entmachten und für eine Energieversorgung einstehen, die einen massiven Ausbau von erneuerbaren Energien unabhängig von Konzern- und Profitinteressen vorantreibt. Wir müssen es schaffen, den Bedarf an Energie zu reduzieren, dem Individualverkehr den Rücken zu kehren und Alternativen für Personenverkehr sowie Logistik schaffen. Allgemein ist es wichtig, dass wir erkennen, welche Produkte wir wirklich brauchen und unsere Produktion an unseren Bedürfnissen ausrichten und nicht an den Profiten einzelner.

Denn wir brauchen keine Scheinlösungen, die im Endeffekt nur im Geldbeutel der Kapitalist:innen spürbar werden, sondern Lösungen, die zu Klimagerechtigkeit und sozialer Teilhabe führen.

Weitere Eindrücke zum Aktionswochenende findet ihr auf unserem Instagram-Kanal @klimatreffen_ka

Klima Kneipe mit Vortrag zu Klima, Imperialismus und G7

Ob ihr mit uns schon mittags auf die Straße geht, oder nicht. Am Abend findet auf jeden Fall, wie immer ab 18 Uhr die Klimakneipe statt. Ab 19 Uhr wird es dann einen Vortrag zu G7 und Imperialismus geben.
Neben allgemeinen Infos zu den G7 und der Geschichte der Gipfel, wollen wir auf das Thema Imperialismus generell und was das ganze mit Neokolonialismus zu tun hat eingehen. Wir wollen vermitteln warum es für uns als als Klimaaktivist:innen, wichtig ist sich an den Protesten gegen den G7 Gipfel am Wochenende des 25.06. zu beteiligen.
Anschließend gibt es wie üblich bei leckerem Essen und Getränken die Möglichkeit zur Diskussion und zum lockeren Austausch.

Wir freuen uns mit euch ins Gespräch zu kommen!

Aktionistischer Stadtspaziergang am 11. Juni + Klimakneipe

Am 11.06. beteiligen wir uns mit befreundeten Klimatreffen und -gruppen an dem bundesweiten Aktionswochenende unter dem Motto „Energieversorgung in unsere Hände – Imperialismus bekämpfen“.

In Karlsruhe wird es einen „Aktionistischen Stadtspaziergang“ geben.
Wir werden gemeinsam durch die Stadt ziehen und gewohnt aktionistisch und kreativ mit den Profiteur:innen der fossilen Energiegewinnung und -Verbrennung ins Gericht gehen.
Wenn wir mitmachen wollt, kommt gerne um 13 Uhr zum Staatstheater.

Wir sagen es muss Schluss sein mit Ausbeutung und Unterdrückung von Mensch und Natur um weiter Profit zu schlagen. Wir brauchen eine Energieversorgung, die unter echter demokratischer Kontrolle steht, damit endlich produziert werden kann, was nötig und nicht was profitabel ist.
Weitere Infos zu den Aktionstagen findet ihr unter: https://energieundimperialismus.noblogs.org

Am Abend findet außerdem ab 18 Uhr die Klimakneipe statt. Ab 19 Uhr wird es einen Vortrag zu G7, Klima und Imperialismus geben.

Kommt am 11.06. mit uns auf die Straße und zu Kneipe, wir freuen uns!

Aktionswochenende Energieversorgung in unsere Hände – Imperialismus bekämpfen

Gemeinsam mit weiteren antikapitalistischen Klimatreffen beteiligen wir uns zwischen 10. und 12. Juni am Aktionswochenende „Energieversorgung in unsere Hände – Imperialismus bekämpfen“. Aktuell sind in 10 Städten bisher Aktionen angekündigt. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, oder Material dazu möchtet, dann schaut mal auf der Homepage des Aktionswochenendes vorbei. Den Aufruf spiegeln wir hier für euch:

Aufruf

Unsere Welt ist getrieben von Erdöl, Erdgas und Kohle. Sie dienen als Energieträger in Heiz- und Elektrizitätswerken, als Treibstoff in Fahrzeugen, als Rohstoff in der Industrie. Aber: Ihre Nutzung zerstört unsere Lebensgrundlagen und steuert uns auf eine globale Erwärmung von 3 Grad und mehr zu. Das bedeutet schon heute Dürre, Hunger, Flucht und Tod für eben jene hunderte Millionen Menschen, die am wenigsten dazu beitragen. Währenddessen jetten die Kapitalist:innen von ihrer Drittvilla mit dem Privatjet auf die Zweityacht und entziehen sich den Konsequenzen der Klimakrise.

Doch sie sind die Verantwortlichen, denn sie besitzen die die Bohrtürme, Kraftwerke und Fabriken. Ein unersättlicher Profithunger wohnt der kapitalistischen Produktion inne. Um dem ewigen Wachstumszwang des Kapitals gerecht zu werden, bringen die Kapitalist:innen, z.B. der EU und USA, weltweit Land und Produktion unter ihre Kontrolle. 

Diesen Mechanismus nennen wir Imperialismus und begreifen ihn als notwendigen Bestandteil des Kapitalismus. Jeder Teil der Erde soll der kapitalistischen Logik unterworfen werden. Ein Wald erhält im Kapitalismus erst dann Wert, wenn die Bäume gefällt und das Holz verkauft werden – was keinen Profit erzeugt, wird untergeordnet und vernichtet. Die weltweite Ausbeutung geht von Konzernchefs und Aktionär:innen mit Konzernzentralen u.a. in Deutschland aus. Deshalb können wir ihnen hier am gefährlichsten werden. 

Die bürgerlichen Staaten treten als Erfüllungsgehilfen der nationalen Kapitalist:innen auf, um ihre Konzerne international wettbewerbsfähig zu machen: Beispielsweise brechen sie Kriege vom Zaun, wie im Irak, um ihre Einflusssphären abzugrenzen. Sie lassen von ihren Geheimdiensten linke Regierungen durch Putsche beseitigen, wie in Chile oder Bolivien. Sie finanzieren Diktaturen, wie in Saudi-Arabien, die klassenkämpferische oder indigene widerständische Bewegungen gewaltsam unterdrücken und ihren Kapitalinteressen den Weg bereiten. Mittels Institutionen wie dem Internationalen Währungsfond und der Weltbank zwingen sie ausgebeutete Länder in ihre Abhängigkeit und so zu „Reformen“ wie der Privatisierung von Stromnetzen, Wasservorkommen und Wäldern. All das wird Thema sein, wenn sich Ende Juni die Vertreter:innen der G7-Staaten in Elmau treffen.

Auf Regierungen ist also kein Verlass, wenn es um hinreichenden Klimaschutz geht – sie haben dazu nicht mehr als Klassenkampf von oben und Greenwashing in Form von z.B. Elektroautos oder „grünem Wasserstoff“ zu bieten. 

Die Eigentümer:innen von RWE, Wintershall DEA & Co. verlagern ihre Produktion ins Ausland, wo sie Mensch und Natur noch stärker ausbeuten können. Dabei wollen sie uns dann auch noch erzählen, wie nachhaltig sie im Gegensatz zu Konzernen in anderen Ländern seien. Unsere Abhängigkeit von fossiler Energie nutzen sie auch hierzulande konsequent aus: Der drastische Anstieg der Benzinpreise seit Beginn des Ukraine-Kriegs begründet sich fast vollständig dadurch, dass sie den Ölpreis künstlich in die Höhe treiben und damit auf unserem Rücken die Gewinne erwirtschaften. 

Wenn wir eine gerechte und nachhaltige Energieversorgung für alle erreichen wollen, müssen wir die Energieversorgung den Kapitalist:innen entreißen und echter demokratischer Kontrolle unterstellen. Erst dann ist eine entschlossene, klimagerechte Energiewende mit einem Ausbau der erneuerbaren Energien und einem Ende der Verbrennung von Öl, Gas und Kohle möglich. Erst dann können wir das produzieren, was benötigt wird, statt nur das, was profitabel ist. 

Nur gemeinsam können wir die globale Ausbeutung bekämpfen. Wir müssen uns mit den globalen Kämpfen für Klimagerechtigkeit und gesellschaftlichen Fortschritt solidarisieren, von Chiapas bis Dakota, vom Amazonas bis Ozeanien. Um den Imperialismus zu bekämpfen, müssen wir uns den Profiteur:innen der Ausbeutung entschlossen entgegenstellen. 

Wir rufen zu einem Aktionswochenende vom 10. bis 12. Juni auf: Lasst uns gemeinsam die Machenschaften der Kapitalist:innen hier aufdecken und angreifen! 

Energieversorgung in unsere Hände – Imperialismus bekämpfen! 

Unser regelmäßiges Treffen startet!

Liebe Aktivist:innen, liebe Genoss:innen, liebe Freund:innen,

endlich geht es los! Am Dienstag, den 24.05. um 19 Uhr, starten wir mit regelmäßigen Klimatreffen in Karlsruhe.
Bisher fanden die Treffen nur situativ statt, ab sofort haben wir regelmäßig die Möglichkeit zu gemeinsamer Diskussion, zum Austausch sowie zur Planung und Vorbereitung von kommenden Aktionen.
Die offenen Treffen werden ab jetzt an jedem vierten Dienstag im Monat im linken Zentrum Barrio137 in der Luisenstraße 31 stattfinden.
Kommt vorbei, bringt euch ein und lasst uns gemeinsam für Klimagerechtigkeit kämpfen!

Wenn ihr einen Einblick wollt, was wir schon alles gemacht haben, dann schaut doch gern auf unserem Insta-Kanal unser letztes Reel an.

Erstelle deine Website mit WordPress.com
Jetzt starten