Lasst uns gemeinsam Lützerath verteidigen!

Dass wir die Klimakrise eindämmen müssen, ist allen klar.

Aber lasst uns dafür einen Blick nach NRW in den Braunkohletagebau Garzweiler II werfen:

Um das 1,5 Grad Ziel noch erreichen zu können, dürfte RWE „nur“ noch 200 Millionen Tonnen aus dem Braunkohletagebau abbaggern. Allerdings möchte RWE bis 2038, dem Jahr angepeilten Kohleausstiegs, mit 780 Millionen Tonnen aber noch mehr als das Dreifache aus dem Boden holen – und dafür soll nun Lützerath weichen. Hierfür will RWE den letzten Landwirt, der noch nicht umgesiedelt wurde, zwangsenteignen.
Seit einem Monat hat die Rodungssaison begonnen und ab dem 1. November ist die Enteignung des letzten Landwirts rechtskräftig.
Daher wird die nächsten Wochen überregional nach Lützerath mobilisiert. Nur durch breite Unterstützung vor Ort wie auch hier, kann dieser Kampf gegen die Zwangsenteignung und für eine bessere Gesellschaft im Einklang mit unserem Planeten geführt werden.

Wir kämpfen für eine Gesellschaft, in der kein Profitinteresse einzelner Konzerne Dörfer zerstören, Landwirte enteignen und Wälder roden kann. Wir müssen Konzernen wie RWE die Macht nehmen, damit nach den Interessen von Mensch und Natur gewirtschaftet und produziert werden kann. Dazu müssen Konzerne wie RWE enteignet werden und nicht Bewohner:innen und Landwirt:innen in den Kohlerevieren!

Aber auch hier vor Ort wollen wir Protestaktionen durchführen, um auf Lützerath aufmerksam zu machen und den Druck zu erhöhen.

Wir treffen uns am nächsten Samstag auf dem Friedrichsplatz, als Zeichen der Solidarität und um aufzuzeigen, dass wir nicht alles mit uns machen lassen. Kommt zwischen 13:00 und 16:00 Uhr vorbei und lasst uns anfangen unsere Zukunft selbst in die Hand zu nehmen!

Ihr habt Lust die Soli-Aktion mitzugestalten?

Dann kommt am Dienstag den 26. Oktober ins Barrio137 (Luisenstraße 31). Wir treffen uns um 19:00 Uhr und bereiten die Aktion zusammen vor.

Aktion vor Rathaus – GR Sitzung

Aktuell steht die Möglichkeit im Raum das RDK7 stillzulegen. Ein früheres Abschalten des Kraftwerks begrüßen wir aus klimatischer Sicht vollumfänglich.

Allerdings dürfen dadurch die Angestellten nicht zu den Leittragenden einer klimatisch notwendigen Wende werden!

Daher haben wir heute vor der Gemeinderatssitzung Position bezogen und den Hauptausschuss klar gemacht, dass wir ihm über die Schulter schauen und eine klima- und sozialverträgliche Lösung gefunden werden muss.

Die Klimakrise nicht auf den Rücken der Beschäftigten!

Wir werden uns die nächste Zeit mehr mit dem Rhein-Dampf-Kraftwerk (RDK), der Abschaltung und den Forderungen der Angestellten vor Ort beschäftigen. Wenn ihr Interesse habt Positionen mit uns zu schärfen und Aktionen wie diese zu planen und zu machen, dann kommt bei unseren Arbeitstreffen vorbei 🙂

Einladung zum nächsten Arbeitstreffen:

Wie schon angekündigt, ist unsere politische Arbeit nach den Protesten gegen die IAA nicht beendet. Wir werden uns weiterhin organisieren, Aktionen planen und als Teil der Klimabewegung unseren Protest auf die Straße tragen.

Dazu wollen wir euch einladen: Ihr habt am 12. Oktober noch nichts vor? Dann kommt vorbei und plant mit uns Soli-Aktionen zu Lützerath und diskutiert mit uns das Abschalten des RDKs.

Kommt vorbei und macht mit. Denn Klimagerechtigkeit können wir nur selbst erkämpfen!

Besuch bei Grünen Wahlparty

Im folgenden spiegeln wir einen Bericht von Aktivist:innen, die die Wahlparty der Grünen besucht haben und darauf aufmerksam gemacht haben, dass die Grünen „weiterhin ihrem Kurs als Kriegstreiber, Klimakiller und Feind der Lohnabhängigen treu bleiben.“

Die Grünen haben in dieser Bundestagswahl deutlich an Stimmen gewonnen, wenn auch nicht so viel wie noch vor einigen Wochen zu erwarten gewesen wäre. Es lässt sich dennoch davon ausgehen, dass sie Teil der neuen Regierungskoalition sein werden. Geschafft haben sie das, in dem sie sich als Partei verkaufen, die den Klimawandel ernst nimmt, sich jung, modern, sozial und friedlich gibt. Dabei sind sie schon lange nicht mehr als eine Öko-CDU.

Für das deutsche Kapital sind die Grünen inzwischen eine ernstzunehmende Kraft. In den vergangen Jahren erhielt die Partei Großspenden um die 200.000 Euro vom Arbeitgeberverband Südwestmetall. Mitglieder von Südwestmetall sind unter anderem der Automobilkonzern Daimler. Diese Freundschaft findet sich auch in der Klimapolitik der Grünen wieder. Statt wirkliche Veränderungen in Sachen Klimagerechtigkeit zu fordern, bauen die Grünen unter anderem auf E-Mobilität. Das Stärkt auch die Automobilkonzerne bei denen die Profite weiter sprudeln, in dem sie an der Ausplünderung von Rohstoffen und der Ausbeutung von Arbeiter:innen festhalten. Und wer sich kein neues E-Auto leisten kann, ist dann mal eben verantwortlich dafür, dass der Klimaschutz so schleppend voran geht. Eine fortschrittliche Klimabewegung lässt die Grünen dann gerne mal schnell abholzen, wie sich im Dannenröderforst gezeigt hat.

Weitere Mitglieder des Kapitalistenverbandes Südwestmetall sind Firmen wie Heckler und Koch, Diehl Defence oder MTU, die mit Rüstung ihr Geld verdienen. Wer davon ausgeht, die sich friedlich gebende Ökopartei hätte damit ein Problem, hat weit gefehlt. Schon lange haben sie sich von ihrem Image der Friedenspartei entfernt. Den ersten militärischen Tabu-Bruch passierten sie schon 1999 mit der deutschen Beteiligung am NATO-Angriff gegen das damalige Jugoslawien. 2001 ging es mit der Unterstützung des Afghanistanskriegs munter weiter. Kaum eine andere Partei hat so konkrete Vorschläge wie die Verteidigungspolitik eines imperialistischen Deutschlands an der Spitze der EU aussehen kann. Das freut besonders die deutsche Waffenindustrie und mit ihr Firmen wie Rheinmetall und Heckler und Koch.

Mit unserer Aktion wollen wir auch auf den Anfang Oktober anstehenden Blockadetag bei Heckler & Koch in Oberndorf aufmerksam machen. (…)„.

Bilder und der weitere Bericht findet ihr unter diesem Link: https://de.indymedia.org/node/153840

Kundgebung am Wahlsonntag: Wahlen gehen vorbei – die Probleme werden bleiben!

Im Folgenden spiegeln wir den Bericht der Kundgebung am Wahlsonntag:

Außerdem haben wir als Bündnis smash IAA klar gemacht, dass es keinen grünen Kapitalimus gibt und ein Kreuz uns nicht näher auf eine klimagerechte Welt zu steuern:

Denn das, was am ehesten rauskommt, wird ein weiterer Veggi Tag, eventuell ein Plastikbecherverbot oder eine CO2 Steuer, die vor allem die Benzin- und Strom-Preise erhöht – was natürlich wieder uns, die Lohnabhängigen trifft und Konzernen nicht wirklich weh tut.

Gerade Parteien, die uns das Märchen vom grünen Kapitalismus erzählen, spielt es in die Karten, dass immer noch viele denken: „Durch das Regulieren meines eigenen Konsums und nachhaltiges Einkaufen kann ich die Welt retten. Denn meine Nachfrage bestimmt das Angebot.“ Diese Analyse setzt bei den Konsument:innen an und lässt das eigentliche Problem, nämlich die Produktion komplett außen vor. Sie malt ein Bild vom Kassenzettel als kleinem täglichen Stimmzettel.

Doch wenn Nachfrage und Angebot wirklich den Markt lenken würden und ich als Konsumentin wirklich etwas bewirken könnte, dann hätten wir hier in Karlsruhe bezahlbaren Wohnraum und kostenfreien ÖPNV.

Aber was das Angebot wirklich lenkt, sind Profitinteressen. Daher liegt das Problem im Kapitalismus, welcher von Profitmaximierung und neuen Absatzmärkten lebt – und zwar auf Basis der Ausbeutung von Mensch und Natur.

Solange mit dem Prinzip des maximalen Gewinns produziert wird, leidet die Umwelt automatisch. Daher brauchen wir eine andere Art des Wirtschaftens. Es darf nicht weiter nach Profitinteressen produziert werden und nicht einzelne wenige Eigentümer:innen dürfen bestimmen, was produziert wird. Wir müssen demokratisch darüber entscheiden und bestimmen, was wir brauchen und aufgrund dieser Basis entscheiden was und wie produziert wird.

Und die Beschäftigten sind hierbei unsere Verbündeten – denn, wenn es uns bewusst wird, sitzen wir Arbeiter:innen an mächtigen Hebeln.

Daher kann unsere Wahl zur Klimagerechtigkeit nur die des Klassenkampfes sein und unser Ziel, Seite an Seite mit Beschäftigten für eine klimagerechte Gesellschaft einzutreten, zu kämpfen und zu streiken.

Unsere Wahl zur Klimagerechtigkeit führt nur über eine Kampfansage gegen Konzerne und Eigentümer:innenfamilien, gegen den Staat und die Politiker:innen, die mit aller Kraft die Macht dieser versuchen zu sichern.

Wir müssen unsere Zukunft also selbst in die Hand nehmen!

Aufruf zu Aktionstagen „Öffis sind Klasse!“:

Stell dir vor, es ist Klimakrise und Bus und Bahn sind für viele Menschen unbezahlbar. Selbst mit einem Mietauto kommt man oft schneller und günstiger durch die großen Städte als mit den Öffis. Die Ticketpreise werden immer weiter erhöht. Und knapp 7000 Menschen landen jedes Jahr wegen Schwarzfahren im Gefängnis.

Stell dir vor, es ist Klimakrise und Millionen Menschen haben keinen Zugang zum Zugverkehr. In vielen Dörfern und Gemeinden kommt der Bus nur einmal am Tag und die Bahn überhaupt nicht. Seit der Privatisierung der Deutschen Bahn in den 90er-Jahren wurden knapp 6000 km Schiene stillgelegt und mehrere ostdeutsche Städte vollständig vom Fernverkehr abgeschnitten. Für Millionen Menschen in ländlichen Gebieten gilt: Auto – oder zuhause bleiben.

Stell dir vor, es ist Klimakrise und der öffentliche Verkehr soll trotzdem nur dem Profit dienen. Die Arbeitsbedingungen im ÖPNV sind so schlecht, dass knapp 15.000 Stellen unbesetzt sind. Die Beschäftigten kämpfen mit zu kurzen Pausen, unplanbaren Schichten und niedrigen Löhnen. Die Infrastruktur wird privatisiert und an Investor:innen verscherbelt. Regionalbahnhöfe werden zu Geisterbahnhöfen, ohne Klos und ohne Regenschutz. Seit 1999 hat die Deutsche Bahn 2250 Bahnhofsgebäude verkauft. Und wenn Beschäftigte und Fahrgäste sich beschweren, heißt es: „Leider ist kein Geld da!“ Kurz bevor die nächste Milliarde den Kapitalist:innen der Automobilindustrie geschenkt wird.

Stell dir vor, all das ist Realität. Dann hast du Deutschland 2021. Das Land des Auto-Kapitals.

Aber nicht mehr länger. Nicht mit uns.

Wir rufen auf zum dezentralen Aktionswochenende unter dem Motto „ÖFFIS SIND KLASSE. Bus und Bahn für alle!“

Am 10. und 11. Juli wollen wir bundesweit auf die Straße gehen und mit kreativen Aktionen klar machen: Wir wollen Bus und Bahn für alle! Und zwar:

Jetzt.

Global Strike Day 24. September: Klimagerechtigkeit von unten bauen!

Ein kurzer Bericht in Bildern unserer antikapitalistischen Ergänzung zum Global Strike Day. Wir sind mit Parolen für Enteignung eingestanden und haben mit unserer Beteiligung aufgezeigt, dass der Kapitalismus von Grund auf gegen die Interessen des Planetes steht und ein grüner Anstrich darüber nicht hinweg täuschen kann.

Außerdem haben wir einen Flyer verteilt indem wir vor allem die Rolle von Wahlen demaskiert haben und auf unsere Arbeitstreffen hingewiesen haben. Denn auch nach der IAA werden wir aktiv bleiben und uns organisieren. Schreibt uns, wenn ihr Interesse habt mit uns zusammen zu arbeiten und mit uns für eine klimagerechte Gesellschaft zu streiken und zu kämpfen.

Unser Wahl: Kampf dem Kapital! Klimagerechtigkeit von unten bauen!

Die letzten Monate und auch das kommende Wochenende wird von der Bundestagswahl dominiert. Diese Wahl wird von vielen Klimaaktivist:innen als letzte große Chance zur Veränderung gesehen und als „Klimawahl“ bezeichnet.
Doch egal wer am 26. September die Wahl gewinnen wird, die große Verliererin ist jetzt schon das Klima. Es ist schlussendlich egal, wer in der Regierung sitzt. Letztendlich werden die Entscheidungen immer von Kapitalist:innen beeinflusst und gesteuert. Denn sie besitzen die wirtschaftliche Macht und damit auch den größten politischen Einfluss. Denn Entscheidungen werden im Kapitalismus immer auf die Steigerung des Profits ausgelegt und werden nicht nach Bedürfnissen von Mensch oder Natur ausgerichtet.
Daher werden wir eine wirkliche Veränderung der Verhältnisse nicht durch das Setzen eines Kreuzes erreichen, sondern nur indem wir eine klimagerechte Welt von unten gemeinsam gegen das kapitalistische System erkämpfen.

Aber dafür müssen wir Druck auf der Straße aufbauen. Und es ist so nötig wie nie zuvor, denn noch immer wird von Regierung und Konzernen nichts unternommen, was den Klimawandel ansatzweise stoppen könnte.

Daher beteiligt euch am 24. September um 15 Uhr bei der Fridays for Future Demo – denn FfF ruft zum nächsten globalen Klimastreik auf. Kommt zum roten Hochtranspi und lasst uns zusammen mit einen antikapitalistischen Ausdruck für eine klimagerechte und solidarische Zukunft demonstrieren.

Am Wahlsonntag um 18 Uhr eine Kundgebung am Friedrichsplatz statt. Mit diese Kundgebung soll die Wahlen nicht unkommentiert lassen, denn egal was uns die verschiedenen Parteienvertreter:innen versprechen, an unseren Problemen wird sich nichts verändern. Eine bessere Zukunft müssen wir uns selbst erkämpfen – ganz nach unserem Motto: Unsere Wahl: Kampf dem Kapital! Klimagerechtigkeit von unten erkämpfen!

Des weiteren wurden uns Bilder zugespielt, die wir euch hier nicht vorenthalten wollen: Bei den meisten Parteien ist klar, dass Konzerninteressen im Fokus stehen und die Klimakatastrophe mit ihrer Politik nicht ansatzweise aufgehalten werden kann. Aber die Grünen machen den Anschein, dass unser kapitalistisches System reformierbar sei und grundlegend nachhaltig gestaltet werden kann – aber mehr als kosmetische Veränderungen haben die Grünen nicht zu bieten.

Doch auch ein grünen Kapitalismus ist ein System in dem schneller Profit und neue Absatzmärkte die Produktion leitet – und solange mit dem Prinzip des maximalen Gewinns produziert wird, leidet die Umwelt automatisch.

Unsere Wahl zur Klimagerechtigkeit führt nur über eine Kampfansage gegen Konzerne und Eigentümer:innenfamilien, die aus Profitinteresse entscheiden, was produziert wird und nicht was wir wirklich brauchen. Und gegen den Staat und die Politiker:innen, die mit aller Kraft die Macht dieser Klassenfeinde versuchen zu sichern.

Wir müssen unsere Zukunft also selbst in die Hand!

Lasst uns gemeinsam kämpfen gegen den Kapitalismus, gegen die Zerstörung unserer Umwelt und Lebensgrundlagen und für die Enteignung von Banken und Konzernen.

Für eine klassenkämpferische Klimabewegung!

Eine erfolgreiche Aktionswoche geht zu Ende – Ob hier ob da – SMASH IAA

Bericht des Bündnisses Smash IAA:

„In den vergangenen Tagen haben wir als Bündnis “Smash IAA” gemeinsam mit vielen anderen Akteuren der Klimabewegung die Internationale Automobilausstellung (IAA) gestört und das Greenwashing der großen Konzerne aufgezeigt.

Schon im Vorfeld kündigte die Polizei ein enorm repressives Vorgehen gegen die Klimabewegung an und karrte in München das größte Polizeiaufgebot seit über 20 Jahren an. Den Versuch, jede Kritik an der IAA zu unterdrücken, bekamen wir schon am Anfang der Woche zu spüren. Unsere satirische Stadtführung über die “Open Spaces” der IAA am Mittwoch wurde von der Polizei unterbunden. Gleichzeitig wurden Aktivist:innen, die mit dem Zug angereist sind, direkt am Hauptbahnhof festgesetzt und stundenlang durchsucht.

Doch davon ließen wir uns nicht einschüchtern. Trotz der massiven Polizeipräsenz schafften wir es, mit zwei Fingern unbemerkt an verschiedene Orte in der Stadt zu gelangen. Unser erster Finger besuchte die IAA überraschend auf dem Königsplatz. Mit Rauch und lauten Parolen zogen knapp 50 Aktivist:innen vor den Stand von BOSCH. Dort hängten sie Banner mit Solidaritätsbotschaften an die Beschäftigten auf und verteilten Zettel mit der Botschaft “BOSCH enteignen!” Der Automobilzulieferer gibt sich als besonders umweltfreundlich und behauptet, seit Anfang des Jahres klimaneutral zu sein. Wie das zusammenpassen soll mit der Tatsache, dass BOSCH weiter Profite mit dem Verkauf von Verbrennerteilen macht, ist unklar.

Etwa zeitgleich machte sich ein zweiter Finger auf in Richtung des BOSCH Werks in Berg am Laim, in dem Teile von Verbrennermotoren hergestellt werden. Vor einigen Wochen wurde die Schließung des Werks angekündigt. Der vorgehaltene Grund war die Umstellung auf E-Mobilität und damit der Klimaschutz. Doch E-Autos sind nicht die Lösung der Klimakrise und das Werk wird auch nicht aus Liebe zur Umwelt geschlossen. Dahinter stehen viel mehr die Profitinteressen der Eigentümer:innen von BOSCH, die im Ausland für die Produktion der gleichen Verbrennerteile viel niedrigere Löhne zahlen wollen.

Statt einer Auslagerung der Produktion ins Ausland fordern die Beschäftigten eine Umstellung des Werks auf klimafreundliche und gesellschaftlich nützliche Produkte. Diese Forderungen griff unsere Aktion auf. So wurde vom Vordach des Werks ein Banner gehängt mit der Aufschrift “Gemeinsam kämpfen gegen Entlassungen und Klimazerstörung”. Auch in Redebeiträgen wurde auf die geplante Schließung des Werks eingegangen und ein gemeinsamer Kampf von Beschäftigten und Klimabewegung angekündigt.

Als gemeinsamen Abschluss unserer erfolgreichen Aktionswoche beteiligten wir uns am Samstag an der Großdemonstration gegen die IAA mit einem klassenkämpferischen Block. Mit organisierten Reihen und kämpferischen Parolen zogen wir durch die Münchner Innenstadt und setzten ein weiteres Zeichen gegen Greenwashing und Profitlogik. Auf die Angriffe der Polizei gegen den Block von Sand im Getriebe reagierten wir solidarisch und verteidigten die Demonstration gemeinsam.

Unsere Politik hört aber nicht an diesem Wochenende auf. Großevents wie die IAA sind eine gute Möglichkeit, mit vielen Menschen gemeinsam auf die Straße und in Aktionen zu gehen. Doch auch die restlichen Tage im Jahr müssen wir politisch aktiv sein und uns organisieren. Also schließt euch einem der offenen Klimatreffen an und baut mit uns eine antikapitalistische und klassenkämpferische Klimabewegung auf!

Die vergangene Woche war ein wichtiges Zeichen aus der Klimabewegung. Wir sind mobilisierungsfähig. Wir sind stark. Wir lassen uns nicht einschüchtern. Wenn die Polizei unseren Protest unterdrücken will, müssen wir uns besser organisieren und Wege finden, wie wir trotzdem unseren Ausdruck auf die Straße bringen können. Das hat in den letzten Tagen eindrucksvoll funktioniert.

Unsere Politik hört aber nicht an diesem Wochenende auf. Großevents wie die IAA sind eine gute Möglichkeit, mit vielen Menschen gemeinsam auf die Straße und in Aktionen zu gehen. Doch auch die restlichen Tage im Jahr müssen wir politisch aktiv sein und uns organisieren. Also schließt euch einem der offenen Klimatreffen an und baut mit uns eine antikapitalistische und klassenkämpferische Klimabewegung auf!“

Außerdem hier noch ergänzend eine politische Auswertung von Perspektive Kommunismus und als Nachtrag noch ein Aftermovie der Proteste:

Nach der IAA ist klar: Unser Kampf geht weiter.

Wir müssen uns 365 Tage im Jahr organisieren und unseren Protest auf die Straße tragen. Gegenmacht aufbauen, Kapitalimus aufbauen!

Daher kommt am Sonntag den 19. September um 18 Uhr zur Nachbereitung ins Barrio 137 (Luisenstraße 31).

Oder plant mit uns einen antikapitalistischen und klassenkämpferischen Ausdruck für den Global Strike Day und arbeitet mit uns an Aktionen zu den Bundestagswahlen. Kommt dafür am Montag den 20. September um 18 Uhr ins Barrio137 (Luisenstraße 31) zum nächsten Arbeitstreffen.

Kostenloser Nahverkehr – ÖPNV Vergesellschaften und Mobilität von unten gestalten!

Zum einen werden hier die Beschäftigten mit ihren berechtigten Forderungen nach besserer Entlohnung zum Sündenbock erklärt, zum anderen trifft diese Erhöhung ein weiteres mal – wie in unserem System üblich – die besonders hart, die sowieso von diesem benachteiligt werden. Statt die notwendige sozial- und klimagerechte Verkehrswende voranzutreiben, wird ein weiteres mal dem Dogma der Profitgenerierung Folge geleistet. Wie auch bei der Automobilindustrie gilt es die öffentlichen Verkehrsbetriebe der Profitlogik zu entziehen und sie in die Hände der lohnabhängigen Klasse zu geben!

Am 31.7. beteiligten wir uns an der Fahrraddemo des Klimakollektivs Karlsruhe, um gegen die Ticketpreiserhöhung des Karlsruher Verkehrsverbunds zu protestieren. Ab dem 1.8. gilt im KVV eine Preiserhöhung um rund 4%. Begründet wird dies teilweise durch die erfolgreichen Tarifverhandlungen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

Schon während der Auftaktkundgebung machten die Rednerinnen von Klimakollektiv und „Perspektive aus der Krise“ deutlich, dass eine soziale und klimagerechte Welt nur jenseits des Kapitalismus zu erreichen ist. Währenddessen wurden bereits Flyer zu Smash IAA und der Info-Theke am gleichen Abend verteilt und interessante Gespräche mit Teilnehmerinnen und Passant*innen geführt.

Auf den Straßen der Karlsruher Innenstadt ergänzten wir den Ausdruck mit unseren Positionen zur IAA. Mit wehenden Fahnen, Plakaten und Parolen wie „Klimaschützen ist nicht schwer – kostenloser Nahverkehr“ und „Ob hier ob da – Smash IAA“ machte der Demozug auf die Notwendigkeit einer radikalen Mobilitätswende aufmerksam. Ein Bannerdrop mit rauchender Untermalung und dem Schriftzug „Verkehrswende jetzt – Autokonzerne enteignen“, sowie einer Banderole, am Rand der Route die zur Entmachtung und Enteignung der Autokonzerne aufrief, wurden Akzente für einen kämpferischen September in München gesetzt.

Auf der anschließenden Abschlusskundgebung hoben wir in unserem Redebeitrag hervor, was hinter der angeblichen „grünen“ Mobilitätsmesse IAA steckt. Natürlich nichts weiter als ein gigantisches Greenwashing Produkt der Autoindustrie, um weiter Profit für Führungsetage und Anleger:innen zu schaffen. Wollen wir eine klimagerechte Mobilität, dürfen wir uns daher nicht auf Chefs, Lobbyist:innen und Politiker:innen verlassen. Wir als Klimaaktivist:innen müssen stattdessen mit den Beschäftigten in der Automobilindustrie in den Dialog zu treten, gemeinsame Kämpfe anzustoßen und als geeinte Klasse der Lohnabhängigen für eine demokratische Kontrolle über den Verkehr der Zukunft und darüber hinaus kämpfen.

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